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Gartendeko gezielt im Garten einsetzen

Gartendeko ist zusammen mit den Pflanzen und den Wegen ein Bestandteil der Gartengestaltung. Setzt man die Gartendeko gezielt ein zwischen den blühenden Blumen und grünen Pflanzen, zieht sie die Blicke des Betrachters auf sich. Schon in den römischen Gärten der Antike wurden bemalte Säulen, Statuen und Vasen als Gartendeko eingesetzt und seit den stilvollen Gärten des Barocks hat sich diese Art der Gartengestaltung auch bei uns durchgesetzt.

Eine naheliegende Idee ist die Verwendung von Naturmaterialien zur Gartendeko. Dies können Steine in verschiedenen Größen sein. Große Findlinge wirken als Solitär, kleinere können zu Gruppen oder Haufen angeordnet werden. Auch Bruchsteine erzielen als Gartendeko dieselbe Wirkung. Für einen naturnahen Garten empfiehlt sich die Verwendung von Gesteinen aus der umliegenden Region. Diese fügen sich harmonisch ins Landschaftsbild ein. Mehrere mittelgroße Findlinge können zum Halbkreis angeordnet als Sitzgruppe in einem ruhigen Gartenteil dienen. An prominenter Stelle auf dem Rasen platziert, wird so eine Sitzgelegenheit auch gerne von Besuchern genutzt. Steinhaufen werden gerne von Eidechsen und Insekten wie Wildbienenarten und Glühwürmchen bewohnt. Gut handgroße, eher flache Steine können zu Pyramiden oder Säulen aufgeschichtet werden, ähnlich wie man sie zur Wegmarkierung in den Gebirgsregionen dieser Welt benutzt. Seit dem Barock werden die Gartenwege mit weißem Kies bestreut optisch hervorgehoben. Eine weitere Möglichkeit für die Verwendung natürlicher Gartendeko ist der Einsatz von Holz. Dafür eignen sich besonders gut knorrige Holzstücke von alten Wurzelstöcken oder abgestorbenen Weinreben sowie Schwemmholz. Sie sind oft seltsam geformt und hat man Glück, dann findet man eines, dass wie ein Tier oder Fabelwesen geformt ist. Auch Moos kann ein dekoratives Gartenelement sein. In Japan wird Moos gezielt im Garten gepflegt und gilt als Zeichen für ein hohes, ehrwürdiges Alter. Auf Steinen kommt das Moos besonders gut zur Geltung und ein bemooster Weg im hinteren, seltener besuchten Gartenbereich hat etwas Verwunschen-Romantisches an sich.

Als erste vermutlich setzten die Römer gezielt Gartendeko ein. Säulen, Wasserbecken und Statuen wurden als gestalterische Elemente verwendet, wie uns Ruinen in Pompeji zeigen. Auch die Verwendung von kostbaren, mundgeblasenen Glaskugeln als Gartendeko ist belegt. Im späten Mittelalter waren Rasenbänke und Steintische bei den Gartenbesuchern beliebt. Ein weiters Gestaltungsmerkmal waren praktischerweise steinerne Brunnenfassungen im gotischen Stil. Seit der Renaissance wurden auch schon vereinzelt einfache Blumentöpfe aus Ton zur Dekoration aufgestellt. Im Barock hat sich dann endgültig der Einsatz von Gartendeko-Elementen zur Betonung der Blickachsen und als Blickfang etabliert. Vasen und Amphoren, steinerne Gestalten der griechischen Sagen und Puten, Pinienzapfen, Podeste und Torbögen waren ab jetzt Bestandteil des herrschaftlichen Gartens. Gartenzwerge stellte man sich seit dem späten 17.Jahrhundert in den Vorgarten. Johann Wolfgang Goethe erwähnt sie 1797 in seinem Versepos "Hermann und Dorothea". Kostbare, verspiegelte Glaskugeln wurden im Venedig des 14.Jahrhunderts hergestellt und sind seit dieser Zeit in den Gärten zu bewundern. Im Biedermeier stellte man sie gegen die Läuseplage als Unterschlupfmöglichkeit für nützliche Insekten in den Rosenbeeten auf. Seit dieser Zeit nennt man sie auch Rosenkugeln. Mit der großflächigen Aufgabe der bäuerlichen Betriebe seit etwa Mitte des 20.Jahrhunderts fanden ausrangierte landwirtschaftliche Gerätschaften eine Zweitverwendung als Gartendeko. Alte Schubkarren bepflanzte man mit Stiefmütterchen und Studentenblumen, an Wagenrädern rangten sich Clematis und Kapuzinerkresse hoch. Noch heute beliebt sind die steinernen Futtertröge fürs Vieh. Liebevoll jedes Frühjahr neu bepflanzt mit Sommerblumen oder dauerhaft mit Steinwurz bilden sie attraktive Blickpunkte im Garten. Ausgemusterte Haushaltsgegenstände, ovale Zinkbadewannen und alte Miele Waschmaschinen mit ihrem runden Holzbottich, wurden ebenfalls im Garten mit Blumen bepflanzt.

Heutzutage kann der Gartenfreund aus einem vielfältigen Angebot unterschiedlicher Gartendeko auswählen. Beinahe für jeden Zweck gibt es passende Dekorationen. Edle, glasierte Pflanztöpfe mit verschiedensten Mustern und Blütenmotiven, rustikale Tontöpfe in natürlichen Farbtönen oder in ungewöhnlichen Formen passen überallhin. Auf Fensterbänken, an Hauswänden und dem Rand der Terrasse aufgestellt, aber auch zu farblich passenden Gruppen arrangiert und hübsch bepflanzt, ziehen sie den Blick der Gartenbesucher auf sich. An vielen Stellen als Gartendeko einsetzbar sind auch Keramikkugeln in verschiedenen Größen und Farben. Matt oder glänzend, verziert mit floralen oder abstrakten Mustern, modern oder antik. Alte ausgemusterte Gartengeräte können gezielt eingesetzt noch ein zweites Leben als Gartendeko in rustikalen, naturnahen Gärten führen. Eine ausgemusterte Harke und ein Rechen, angelehnt an Haus- oder Schuppenwand, dienen als Rankhilfe für Kapuzinerkresse. Unbrauchbar gewordene Gefäße und Gießkannen können mit Sommerblumen, Steinwurz oder Efeu bepflanzt werden. Wer keine zur Hand hat, kann auf eine ganze Palette extra für diesen Zweck neu geschaffenen Accessoires wie Gießkannen im alten Stil, Zinkgefäße und Tongefäße zurückgreifen. Beliebt sind auch Gartendekorationen aus Gusseisen, die man heute wieder nach teilweise über hundert Jahre alten Formen herstellt. Gusseisen ist stabil und rostet nur sehr langsam, womit es ideal für den Einsatz als Gartendeko geeignet ist. Es gibt Schlauchhalter, Blumenständer und Garderobenhaken, sogar Fußmatten und vieles mehr, die aus diesem Metall bestehen. Auch kleine, haltbare Dekotiere aus Gusseisen sind erhältlich. Eidechsen, Frösche und Vögel kann man gut im Steingarten oder am Gartenteich platzieren.

Ein Gartendeko-Trend der letzten Jahre sind Edelrost-Figuren. Den speziellen Edelrost erzeugt man, indem das blanke Eisenblech mit einer Säure bestrichen und für einige Zeit der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird. Der warme, rötliche Farbton des Rostes bildet dann einen satten Farbkontrast zum frischen Grün der Pflanzen. Neben Pflanzgefäßen und Dekoschalen gibt es auch ein großes Angebot an Edelrost Tieren. Wachsame Hunde, schleichende Füchse und verschmuste Katzen sind neben Enten, Gänsen und Igeln im Angebot. Es macht den Gartenbesuchern Spaß, sie in den Beeten und zwischen den Büschen zu entdecken. Sogenannte Zaunhocker erfreuen sich seit einiger Zeit als ein weiterer Gartendeko-Trend größerer Beliebtheit. Ursprünglich entstanden aus umgedrehten alten Blechdosen oder Tontöpfen die mit Holzwolle gefüllt und auf Zaunlatten gesteckt als Unterschlupf für nützliche Insekten dienen sollten, haben sie sich heute ihren Platz im Garten erobert. Nach wie vor aus den beiden klassischen Materialien Keramik oder Eisenblech gefertigt, können die Zaunhocker aus Metall, da frostfest, das ganze Jahr über im Freien verbleiben. Auch hier gibt es eine große Auswahl unterschiedlichster Formen und Darstellungen. Haustiere, wie beispielsweise ein Pferd, eine Kuh und ein Esel, Hund und Katze und Huhn grüßen fröhlich vom Gartenzaun. Ebenfalls lustig anzusehen auf den Lattenspitzen sind verschiedene Fabeltiere, wie Drachen und Zaubervogel. Selbstverständlich können die Zaunhocker als Gartendeko auch auf Stöcken positioniert zwischen den Beetpflanzen Platz nehmen.

Eine modische Gartendeko sind fernöstliche Buddha-Figuren. Ein Buddha im Garten symbolisiert Ruhe und Gelassenheit sowie Mitgefühl mit allem Lebendigen. Buddhafiguren werden in stehenden und sitzenden Ausführungen angeboten. Auch verschiedene Buddha-Köpfe und Büsten sind erhältlich. In der Regel bestehen sie aus Keramik, teilweise mit glasierten Oberflächen. An ausgesuchten Orten aufgestellt, ziehen Sie die Blicke auf sich und entfalten eine harmonische Wirkung. Schattige und feuchte Bereiche mit ihren Moosen und großblättrigen, dunkelgrünen Pflanzen kann man einen asiatischen Touch geben, in dem dort ein, zwei Buddhafiguren oder ein Buddhakopf aufgestellt werden. Dazu passen dann japanische Steinlaternen und Wasserbecken, die die Elemente Feuer und Wasser im japanischen Garten symbolisieren. Weitere japanische Gartendekorationen sind mit flachen Trittsteinen gepflasterte Wege und heller Kies. An Gartenteichen können Keramikfische im asiatischen Design aufgestellt werden. Auch Koi-Karpfen gibt es mittlerweile sogar als wetterfeste Nachbildungen aus Kunststoffen. Oft reichen schon ein oder zwei asiatische Gartendeko-Artikel zur Gestaltung aus, es muß ja nicht geich ein perfekter japanische Garten sein. Beleuchtung im Garten ist außer bei den japnischen Steinlaternen ein nächtliches Dekoelement. Zum einen ermöglicht die Beleuchtung von Wegen und Treppen den sicheren Gang durch den Garten, zum anderen können mit ihr bestimmte Elemente betont werden. Dazu zählt die Unterwasserbeleuchtung von Teichen und größeren Wassergefäßen. Mit Strahlern können nachts bestimmte Gartendeko-Elemente, wie Gartenhäuschen, Figuren und Buschgruppen betont werden. Beleuchtet man Bäume von unten, verbreiten sie eine geheimnisvolle Stimmung.

Winterfeste Gartendeko, wie Steine und Metallfiguren hat das ganze Jahr über ihren festen Platz im Garten. Nicht frostfeste Dekorationen, vor allem Keramiken werden in Keller oder Garage sicher aufbewahrt. Im Frühjahr, wenn die Gefahr der strengen Winterfröste vorbei ist und die ersten umfangreicheren Arbeiten im Garten beginnen, werden sie wieder hervorgeholt. Beete, die jetzt noch kahle Stellen haben, können mit Keramikkugeln, Beetstecker oder den beliebten Edelrost-Figuren dekoriert werden. Wenn die Pflanzen langsam in die Höhe wachsen und die Beete sich füllen, können die Dekorationen in andere Gartenbereiche umziehen und dort ihren Dienst verrichten. Mit Mustern bedruckte und glasierte Keramiktöpfe werden jetzt mit Sommerblumen von Geranien, Petunien oder Löwenmäulchen bepflanzt und am Rand der Terasse oder der Wiese gerne zu Gruppen arrangiert, aufgestellt. Im Herbst, wenn die Beete nach und nach abgeerntet werden kommt auch hier wieder Gartendeko zur Aufstellung. So wandern mit dem wechselndem Pflanzenwuchs des Gartenjahres auch die Dekorationen und zaubern immer wieder neue Stimmungen und ein wechselndes Ambiente. Kleine Gärten lassen sich abwechlungsreich gestalten, indem in mehreren Bereichen verschiedene thematische Schwerpunkte gewählt werden. In einen Steingarten mit seinen eher niedrigem Pflanzenwuchs passen gut die kleinen, reizvollen Gusseisentiere wie z.B. die Eidechse. Sie sind nicht zu auffällig und man muß sie erst mal entdecken, was gerade der Reiz ist. Auch Glaskugeln mit ihren bunten Lichtreflexionen machen sich dort gut. Die Katzen und Hunde aus Edelrost und die Rosenkugel umwickelt mit bunten Bändern bereichern Bauerngärten, wie generell auch alle Gemüse- und Blumenbeete. Mit einigen Keramikkugeln und ein oder zwei Pinienzapfen lässt sich ein Barockgarten andeuten, dazu noch ein paar Puten oder Engelsfiguren aus Keramik. In modernen Gärten werden abstrakte Edelrost- und Steinfiguren zusammen mit geometrischen Steinformen als Gartendeko aufgestellt.